2012-09-03 08:05:21
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„Wichtigster Sieg meiner Karriere!“ beim 25. Austria Triathlon in Podersdorf

Österreicher dominieren beim Austria Triathlon in Podersdorf bei perfekten Wettkampfbedingungen mit Weltbestzeiten.

Bei perfektem Triathlonwetter und mit neuem Teilnehmerrekord fiel Samstag früh der Startschuss zum 25. Austria Triathlon in Podersdorf am See. Die Veranstalter Kurt Mitschko und Daniel Döller hatten sich im Vorfeld des Bewerbes größte Mühe gegeben, um die Jubiläumsveranstaltung zu einem echten Triathlonfest werden zu lassen. Nicht nur dass Podersdorf in diesem Jahr wieder einmal Austragungsort der Staatsmeisterschaften war, konnte man neben den inländischen Stars auch einige hochklassige ausländische Starter nach Podersdorf am See holen.

Während nach dem Schwimmbewerb auf der Halbdistanz die Österreicher die Nase vorn hatten, dominierte auf der Ironmanstrecke ein Ungar die erste Disziplin. Marton Flander war mit 54:37 Minuten zwar deutlich langsamer als erwartet, ging allerdings dennoch mit rund 2 Minuten Vorsprung auf die beiden Österreicher Oliver Schmich und Manuel Wyss auf die Radstrecke. Erst auf Platz 7 und 8 sprinteten der österreichische Favorit Nikolaus Wihlidal und der Tscheche Petr Vabrousek in die Wechselzone.

Während Flander keine entscheidende Rolle mehr auf dem Rad spielen konnte, entwickelte sich der Radbewerb zur One-Man-Show von Georg Swoboda. Bereits vor der Hälfte der Radstrecke hatte er sämtliche Konkurrenten eingeholt und bewies mit der weltweit zweitbesten jemals gefahrenen Radsplitzeit von 4:13 Stunden für die 180 Kilometer, dass er auf dem Rad kaum zu schlagen ist. Mit rund 15 Minuten Vorsprung auf Wihlidal und Vabrousek machte sich Swoboda schließlich auf die Marathonstrecke, wo er von einer begeisterten Zuschauermenge beflügelt den entschlossen losstürmenden Wihlidal konstant auf Distanz halten konnte. Der konnte zwar mit der schnellsten Laufzeit von genau 3 Stunden einiges auf Swoboda gutmachen, für den Sieg reichte es aber trotzdem nicht.


 

Die Staatsmeister Michaela Rudolf und Georg Swoboda im Ziel. (Photo: Bernhard Noll)


Nach 8:26:13 Stunden ließ sich Georg Swoboda von den tausenden trotz Hitze tapfer ausharrenden Zusehern als überlegener Sieger feiern. Mit Platz 2 machte Wihlidal den österreichischen Triumph perfekt. Der dritte Platz ging an den Tschechen Vabrousek. Fast hätte dem deutlich jüngeren Trio jedoch noch Alex Frühwirth, der 43-jährige Mehrfachsieger aus den vergangenen Jahren, die Show vermasselt. Nach einer passablen Schwimmleistung und einer guten Radzeit bewies Publikumsliebling Frühwirth mit dem zweitschnellsten Marathon, dass man gerade auf der Langstrecke mit über 40 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört und finishte auf Rang vier.

Bemerkenswert auch die Leistung des mit Alexander nicht verwandten Thomas Frühwirth. Er stellt in 08:44:17 eine neue Paratriathlon Weltbestzeit auf, als erster Parasportler unter 9 Stunden!

Der Sieg bei den Damen ging ebenfalls an Österreich. Nach ausgezeichneten 9 Stunden und 32 Minuten lief Michaela Rudolf als erste über die Ziellinie und kostete ihren Triumph als neue Staatsmeisterin voll aus.

Auf der halben Ironmanstrecke dominierten im Gegensatz zur Langdistanz aber nicht die Österreicher. Der Sieg ging an den Deutschen Thomas Heuschmidt, der sich mit 4 Stunden und 3 Minuten den Ungarn Atila Szabo nur mit Mühe vom Leib halten konnte. Mit dem dritten Platz rettete Tom Thalhammer die Ehre der Österreichischen Triathleten.

Die 25. Auflage des Austria Triathlon Podersdorf wurde jedenfalls zum Fest der österreichischen Langdistanz Triathleten und war einmal mehr ein Sportereignis der Sonderklasse! Nicht umsonst reden viele vom „Hawaii der Österreicher“, wenn sie nach Podersdorf zum Triathlon kommen!