2012-01-17 15:40:38
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Kenias Höhensonne gibt Marathon-EM-Meister Viktor Röthlin Kraft für den Borealis Linz Donau Marathon

Kaptagat (Kenia)/Linz (OÖ.), 17.Jänner 2012 - Seite an Seite mit afrikanischen Wunderläufern zu trainieren, ist ein oft unerfüllter Wunsch vieler Hobbyläufer. Für Viktor Röthlin und Christian Pflügl gehört dieser Luxus seit Dezember 2011 bis Ende Jänner 2012 zur Realität.

Kenia ist zu dieser Jahreszeit für viele europäische Sportler eine beliebte Anlaufstation zur Vorbereitung auf die kommende Laufsaison. Bei optimalen Temperaturen um die 25 Grad bereitet sich der amtierende Marathon Europameister Viktor Röthlin mit einer Trainingsgruppe von kenianischen Laufkollegen in Kaptagat (Kenia) auf seinen Start am 22. April 2012 beim Borealis Linz Donau Marathon und die Olympischen Spiele in London vor. Mit dabei ist auch der österreichische Langstreckenläufer Christian Pflügl, der mit dem gesamten Tross für seinen Linz Einsatz trainiert. Zweimal pro Woche geht es bei idealen sommerlichen Temperaturen für Röthlin, Pflügl und seine kenianischen Laufkollegen zum Krafttraining nach Iten.

Iten, ein Dorf mit rund 5.000 Einwohnern, liegt etwa 300 Kilometer westlich von Nairobi und auf ca. 2.400m Seehöhe. In der leistungsfördernden Höhenluft von 2.360 Metern bildet das Blut vermehrt rote Blutkörperchen. In Iten trainiert das Team auf den Pfaden und Wegen, die auch die kenianischen Wunderläufer nutzen.

Im Trainingscamp von Lornah Kiplagat befindet sich ein für kenianische Verhältnisse unglaublich guter Gerätepark. Aber nicht nur im Kraftraum werden die Muskeln gestärkt. Beim täglichen Laufen auf den unebenen Straßen Kenias betreibt die Gruppe Natural Running vom Feinsten! Zudem steht einmal wöchentlich ein 20 Kilometer langer Berglauf auf dem Programm. Dabei laufen die Sportler den berüchtigten Fluorspar Berg hoch.

Zum Vorbereitungsprogramm gehört auch ein Stadionbahntraining. Mit Ausnahme der Leichtathletikanlage in der Hauptstadt in Nairobi bestehen dabei alle 400m-Bahnen im gesamten Land aus Sand. Für Viktor Röthlin und seine Begleiter bedeuten diese Trainingsbedingungen eine besondere Herausforderung.
Mit den gelaufenen Zeiten zwischen 68-69 Sekunden pro Runde ist Röthlin durchaus zufrieden. In Kenia kann ich mich bereits seit vielen Jahren optimal auf die kommenden Herausforderungen der neuen Laufsaison vorbereiten. Das gesamte Umfeld, die Freundlichkeit der Leute und die Trainingsbedingungen sind einfach optimal, so Röthlin.








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