2008-10-19 11:42:51
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Traumhaft gelaufen - der Wolfgangsee von seiner schönsten Seite

Bestes Laufwetter begleitet die begeisterten Läufer beim 37. Lauf rund um den Wolfgangsee. Morgendlich kühle Temperaturen, der glitzernde See und seine buntglänzenden Ufer liefern den perfekten sportlichen und optischen Rahmen für ein genussvolles und spannendes Laufereignis.

Die Wolfgangseelauf Sieger 2008 heißen Hosea Tuei aus Kenia und Pavla Matyasova aus Tschechien. Die schnellsten Österreicher sind Franz Ellmauer und Renate Reingruber.

 

Unter den 2300 Hobby- und Freizeitläufern fand sich traditionell auch eine Riege internationaler Topläufer an der Startlinie gleich hinter dem berühmten Weißen Rössl ein. Aus dem keniatisch, polnisch, ukrainischen Favoritenfeld setzt sich auch heuer wieder ein Läufer aus Kenia, Hosea Tuei durch. Die Zeit von 1:29:14 überrascht ob seiner Vorleistungen positiv. Sensationell an die zweiter Stelle läuft Gerd Frick (1:32:57) für das Südtiroler Telekom Team, nachdem er den Ukrainer Ivan Barbaryka zuerst einholen und dann am letzen Kilometer auch noch abschütteln und auf den dritten Platz verweisen kann. Schnellster Österreicher wird der Lokalmatador des Heimvereines LG St. Wolfgang Franz Ellmauer. Trotz des Handicaps einer schweren Verletzung erst im August, läuft er wieder vielen der internationalen Stars auf seiner Seerunde davon und wird Gesamtsiebter in 1:38:58. Damit ist er selbstredend auch wieder Sieger der Salzkammergutwertung.


 

Das Damenrennen bleibt hingegen bis zum letzen Meter spannend. Am Ende läuft die Tschechische Berglaufspezialisten Pavla Matyasova in 1:52:42, vor der von Krämpfen gepeinigten Keniatin Prisca Kiprono (1:54:20) ins Ziel. Nur 16 Sekunden hinter Kiprono schrammt die Deutsche Eva Trost haarscharf am zweiten Platz vorbei auf Platz drei. Beste Österreicherin wird Renate Reingruber, nur 58 Sekunden hinter den Podestplätzen zurück, obwohl die Bahnspezialisten aus dem Ybbstal nur einen schönen herbstlichen Trainingslauf machen wollte. Die beeindruckende Zeit für diesen Trainingslauf 1:55.34, dabei war sie noch nie einen Wettkampf länger als 12 Kilometer gelaufen. Sensationell die Leistung von Anita Quehenberger, der zweiten Österreicherin. Sie läuft mit ihren 41 Jahren unter 2 Stunden, wird Gesamtfünfte und wie im Vorjahr Siegerin der Salzkammergut Wertung.

Neben dem Klassiker rund um den See wurden, wie auch in den letzten Jahren schon, auch eine 10 Kilometer Strecke und der 5 Kilometer lange Frauenlauf angeboten. Den 10 km Uferlauf absolvieren das Osttiroler Ehepaar Hermann (34:02) und Andrea Oberbichler (40:02) am schnellsten und holen sich die Siege bei den Herren und den Damen. Die 20 jährige Waidhofnerin Viktoria Schenk gewinnt den Frauenlauf in neuer Streckenbestzeit von 20 Minuten 29 Sekunden.

Franz Zimmermann, der Vater und Organisationschef des 3 ½ Jahrzehnte jungen Rennens, hatte ein Jahr nach dem erfrischenden Schneewalzerrennen 2007, diesmal wieder die richtige Nummer bei der Bestellung des Wetters gewählt. Perfekter kann ein Rennen nicht sein, das Salzkammergut zeigte sich von seiner allerschönsten Seite schwärmt eine Läuferin im Ziel und wischt sich eine Träne aus den Augen. Auch sie wird im Jahre 2009 zum 38ten Lauf Rundum den Wolfgangsee wiederkommen.