2009-05-19 16:16:10
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Siege für Gradwohl und Maindi bei OMV Linz Donau Marathon - Jahresweltbestleistung für Geierspichler!

Elias Kiptium Maindi und Eva Maria Gradwohl sind die Sieger des OMV Linz Donau Marathons 2009. Bei sehr warmen Temperaturen gab es vor 120.000 Zuschauern auch eine neue Jahresweltbestleistung: Paralympics-Sieger Thomas Geierspichler verbesserte im Halbmarathon seine persönliche Bestzeit und verpasste den Weltrekord nur um 13 Sekunden!

Der 8. OMV Linz Donau Marathon wartete mit einem neuen Rekordstarterfeld auf: 14.573 Spitzen- und HobbysportlerInnen nahmen heute die unterschiedlichen Distanzen in Angriff. Es war ein großartiges Lauffest. LäuferInnen aus 22 Nationen nahmen teil und bei den Marathon-Anmeldungen hatten wir eine Steigerung um 22 Prozent, freut sich LIVA-Vorstandsdirektor Mag. Wolfgang Lehner. Laut polizeilichen Schätzungen wurden die AthletInnen in der Kulturhauptstadt Linz von 120.000 Zuschauern, um 20.000 mehr als im letzten Jahr, angefeuert.

Maindi wiederholt Vorjahressieg
Bei sehr warmen Temperaturen schaffte der Kenianer Elias Kiptium Maindi seinen zweiten Sieg in Linz. Der 28-jähgrige lief eine Zeit von 2:11:22 Stunden. Es war einfach zu warm. Ich wollte eine 2:08er Zeit laufen. Aber so gut meine Form auch ist, das Wetter hat einfach nicht mitgespielt, sagte der Kenianer, der die letzten zwölf Kilometer ohne Tempomacher laufen musste. Das war natürlich hart. Aber die tolle Stimmung in Linz hat mich sehr motiviert. Und außerdem war ich von dem Service hier total begeistert. Durch die zwei digitalen Anzeigetafeln auf dem Führungsfahrzeug mit der vorausberechneten Ankunftszeit war ich immer top-informiert. So ein Service habe ich noch bei keinem anderen Marathon auf der Welt gesehen! Marathon-Organisator Ewald Tröbinger war mit Maindis Zeit nicht unzufrieden: Unter diesen Voraussetzungen der warmen Temperaturen müssen wir mit den Zeiten zufrieden sein. Maindi schaffte immerhin die drittschnellste Zeit in Linz.

Bester Österreicher wurde der Thomas Bosnjak vom SV Gallneukirchen als Siebenter (2:37:33 Stunden), der vor Klaus Brandner und Josef Dißlbacher auch oberösterreichischer Landesmeister wurde. Bei den Damen-Landesmeisterschaften holte sich Christina Khinast-Sittenthlaer vor Judith Priglinger und Martina Reinwein Marathon-Gold.

Auch Gradwohl bestätigt Vorjahrestriumph
Die Erleichterung war ihr ins Gesicht geschrieben, als Eva Maria Gradwohl nach den letzten harten Wochen - wo sie kaum trainieren konnte und sich auch eine Gürtelrose einfing - heute beim OMV Linz Donau Marathon als Erste ins Ziel lief. Die Zeit war für mich sekundär, sagte die Steirerin, die 2:37:26 Stunden lief, ich war überglücklich, endlich wieder hier laufen zu können und das Marathonfeeling zu spüren. Das Rennen war für mich eine körperliche und seelische Reinigung, ich bin absolut happy mit meiner Leistung. Die Leute waren ein Wahnsinn, sie haben mich so toll angefeuert. Auf den zweiten Platz kam die Russin Tetiana Mironova, Dritte wurde die Tirolerin Henriette Holzknecht (3:11:26).

Jahresweltbestleistung für Geierspichler!
Der Salzburger Paralympics-Sieger Thomas Geierspichler, der einzige Rennrollstuhlfahrer im Rekordfeld der Hali Handbiker, verpasste über die Halbmarathondistanz den neuen Weltrekord nur knapp. Mit einer Zeit von 52:35 Minuten stellte er aber eine neue Jahresweltbestleistung und einen neuen persönlichen Rekord auf. Fantastisch. Es lief überraschend gut. Ich bin das Rennen aus dem Training heraus gefahren und war dann im Ziel selbst überrascht, jubelte der Anifer nach dem Rennen. Bei den Handbikern setzte sich Walter Ablinger vom Team RSC heindl OÖ mit einer Zeit von 35,57 durch. Zweiter wurde der Grazer Fritz Hopfgartner, Dritter Ablingers Teamkollege Gerhard Hochmayr. Lokalmatador Christoph Etzlstorfer belegte den sechsten Platz.

Pröll beim Oberbank Halbmarathon mit Muskelproblemen
Der Kenianer Henry Tororei folgte seinem Landsmann Job Tanui als Sieger beim Oberbank Halbmarathon nach. Tororei war als Tempomacher für den Freistädter Martin Pröll geplant und es lief bis Kilometer 16 sehr gut für den Oberösterreicher. Doch dann bekam er akute Muskelprobleme, musste sich auf den Gehsteig setzen und das Rennen beenden. Martin lief bärenstark und wir waren voll im Plan. Leider lief es nur bis Kilometer 16 und ich setzte das Rennen alleine fort, sagte Tororei, der eine Zeit von 1.06:36 lief, im Ziel. Es war sehr warm, deshalb war eine schnellere Zeit kaum möglich, meinte der Kenianer. Martin Pröll kämpfte laut eigenen Angaben ab Kilometer zehn mit Muskelproblemen, dann bekam er Krämpfe im Oberschenkel.

Sieg für Haas beim Intersport Eybl Viertelmarathon
Beim Intersport Eybl Viertelmarathon siegte Christian Haas vom Team Zisser Enns in 32:44 Minuten vor Martin Karl (SV Gallneukirchen/34:57 Min.) und dessen Teamkollegen Leopold Wölflingseder (35:32 Min.).



 






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