2011-09-29 13:52:30
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Der Wolfgangseelauf - eine Erfolgsgeschichte

Am 16. Oktober 2011 findet der Wolfgangseelauf zum bereits 40. Mal statt – ein für eine Laufveranstaltung außergewöhnliches Alter, das nur wenige erleben. Der Internationale Lauf „Rund um den Wolfgangsee“ – so seine exakte Bezeichnung, gehört damit zu den ältesten Läufen Österreichs. Mehr noch: Unter den rund 650 nationalen Läufen sind nur vier Läufe noch älter, als der Wolfgangseelauf, der sich als absoluter Klassiker mit rund 2.500 Teilnehmern etabliert hat. Als Läufer sollte man ihn wenigstens einmal in seinem Leben gemeistert haben. Platz Veranstaltung 2011

1 63. Höhenstraßenlauf, Wien
2 48. Silvesterlauf, Hirtenberg
3 47. Geländelauf rund um den Karriegel, Pressbaum
4 43. Lauf um den Sonnberg, Leogang
5 40. Int. Lauf „Rund um den Wolfgangsee“

Während bei anderen Veranstaltungen die Organisatoren zum Teil häufig wechselten, steht beim Wolfgangsee mit Franz Zimmermann seit 40 Jahren ein einziger Mann an der Spitze! Eine unglaubliche Leistung. Dass der Wolfgangseelauf so alt wurde, verdankt er einerseits den über die Jahrzehnte gewachsenen Strukturen, andererseits aber auch der Innovationskraft seines Gründers und Organisators Franz Zimmermann, der Neuem stets aufgeschlossen war – ohne auf Bewährtes zu verzichten.


WOLFGANGSEELAUF‐GESCHICHTE IM ZEITRAFFER
Gerade die stete Umsetzung von neuen Ideen, haben die Veranstaltung Schritt für Schritt weiter entwickelt. Interessant: Vor allem in den ungeraden Jahren wurden wichtige Akzente gesetzt – heuer ist das nicht anders. Ein kurzer Rückblick in die 40‐ jährige Geschichte des Klassikers zeigt, dass der Weg vom „Hardcore‐Lauf“ zur Breitensportveranstaltung für jedermann/frau
perfekt gelungen ist:

1971: Hans Breidbach‐Bernau und Franz Zimmermann laufen im Herbst 1971 im Training erstmals rund um den Wolfgangsee. Sie beschließen, daraus einen Lauf zu machen. Am 26. Oktober 1972 ist es soweit: Von den dreizehn Startern erreichen elf das Ziel – zwei „verlaufen“ sich in die am See liegenden Gasthäuser …
1975: Irmgard Schuster umrundet als erste Frau den Wolfgangsee in 2:23:07 Stunden.
1977: Erstmals ist eine eigene Frauenwertung über 27 km ausgeschrieben. Der ÖLV protestiert – ohne Erfolg.
Der dritte Oktober‐Sonntag wird als „Stammtermin“ eingeführt.
1978: Als erster österreichischer Volkslauf führt der Wolfgangseelauf eine EDV‐Auswertung ein. Die Salzkammergutzeitung schreibt: „Eine Pioniertat ersten Ranges.“ Mit 474 Meldungen und 427 Teilnehmern avanciert man zum größten Lauf
Österreichs. Das wird bis 1984 (1. Frühlings‐Marathon in Wien) so bleiben.
1984: Mit 1.007 Meldungen ist man erstmals „vierstellig“.
1989: Der 21‐jährige Jacob Ledwaba (Botswana) ist der erste schwarze Sieger am Wolfgangsee – „einige“ folgen …
1990: Die Die 24‐jährige Ungarin Helena Barocsi läuft in 1:40:38 Stunden Rekord – der auch jetzt noch besteht.
1995: Der knappste Zieleinlauf der Geschichte: Jan Blaha (CZE) gewinnt eine Sekunde vor seinem Landsmann Robert Zizka.
1997: Der schwärzeste Tag in der 40‐jährigen Geschichte: Ein 71‐jähriger Wiener stirbt trotz sofortiger ärztlicher Hilfe unmittelbar nach dem Zieldurchlauf.
1999: Mit 2.097 Meldungen ist die nächste „Schallmauer“ gefallen. Erstmals wird die ChampionChip‐Zeitnahme eingesetzt.
2001: 2.032 Starter und 1.997 Finisher am „klassischen“ 27er bedeuten (bis heute) den absoluten Höchststand.
2003: Erstmals wird der 10‐km‐Uferlauf zwischen Gschwendt und St. Wolfgang durchgeführt – damit ist für noch mehr Hobbyläufer ein Start möglich.
2005: Der 5,2‐km‐Panoramalauf zwischen Strobl und St. Wolfgang rundet als dritte Distanz das Angebot ab.
2006: Mit 3.069 Meldungen wird beim 35. Wolfgangseelauf ein bis dato nie wieder erreichter Höchststand erreicht.
2007: Der „Supergau“ in Sachen Wetter: Eine 40 cm hohe Schneedecke bringt die Veranstaltung an den Rand des Abbruchs. Letztlich geht aber alles – stark unterkühlt aber doch – gut über die Bühne.
2009: Erstmals steht der „Team‐Marathon“ mit den maßgeschneiderten Distanzen 27–10–5,2 = 42,2 am Programm. Ein gelungenes Debüt feiert auch der Kinderlauf in Strobl. Apropos Strobl: Der 84‐jährige Matthias Strobl ist mit 34
Teilnahmen (30 über 27 km, vier über 10 km) ein Wolfgangsee‐Rekordhalter der besonderen Art.
2010: Trotz schlechtem Wetter läuft der 23‐jährige Kenianer Hosea Tuei solo in 1:26:47 Stunden zum neuen Streckenrekord.
2011: Mit dem 1. Salzkammergut Marathon von Bad Ischl nach St. Wolfgang setzt man zum Jubiläum einen weiteren wichtigen Meilenstein. Der Oberbank Industrie‐Lauf über 10 km feiert ebenfalls sein Debüt. Übrigens: Die speziell zum 40. Wolfgangseelauf gestaltete Jubiläums‐Broschüre erhalten alle Teilnehmer gratis! Auf 44 Seiten sind dort unzählige Bilder und Geschichten aus 40 Jahren Wolfgangseelauf dokumentiert. Besonders kunstvolle Relief‐Finisher‐ Medaillen und ein Kaffehäferl mit dem Wolfgangseelauf‐Sujet runden das, für die Teilnehmer üppige „Jubiläums‐Paket“ 2011 ab.

DAS ERLEBNIS IST WICHTIGER ALS DIE LEISTUNG
Am 16. Oktober 2011 findet im Zuge des 40. Wolfgangseelaufes auch der 1. Oberbank Industrie‐Lauf statt. Unter dem Motto „Das Erlebnis ist wichtiger als die Leistung“, geht es auf der legendären Strecke mit Start bei der Schiffstation Gschwendt entlang des Sees durch das Naturschutzgebiet Blinklingmoos nach Strobl (Labestelle), dann rund um den Bürglstein ins Ziel am Marktplatz von St. Wolfgang. Eine Einzel‐ (ohne Altersklassen) und 3er‐Teamwertung (W / M / Mixed) ist ausgeschrieben. Die Oberbank und die Industriellenvereinigung Oberösterreich und Salzburg sprechen mit diesem Angebot insbesondere Firmenteams an, die durch das gemeinsame Laufen das firmeninterne Klima positiv beeinflussen wollen.

MARATHON WEIT ÜBER DEN ERWARTUNGEN
Mit derzeit 150 Anmeldungen liegt man beim 1. Salzkammergut Marathon weit über den Erwartungen. Die besondere Herausforderung besteht vor allem darin, dass der Falkenstein (250 Höhenmeter rauf und runter) nicht kurz nach dem Start,
sondern erst bei km 18–21 auf die Marathonis wartet. Hier ist viel Gefühl gefragt, wartet doch anschließend noch ein Halbmarathon auf die Teilnehmer. Eines ist durch den Falkenstein aber leichter als sonst zu bewerkstelligen: Ein Negativ‐Split(eine schnellere zweite Hälfte) sollte möglich sein … – außer man hat auf der ersten Streckenhälfte wirklich völlig „überzockt“. Die Marathon‐Favorits: Der mehrfache österreichische Meister Niklas Kröhn und Alexander Weiss. Für internationalen Touch sorgen Yukiko Tamura (JPN) und Tyler Martinovich (USA). Mit dem Südtiroler Hartmann Stampfer ist auch ein echter
„Marathon‐Sammler“ am Start. Für den 50‐jährigen Fernsteuerungs‐Techniker ist der 1. Salzkammergut Marathon bereits der 181. Marathon – und das in nur neun Jahren. Stampfer kann auf eine Bestzeit von 3:13:44 Stunden verweisen. Zuletzt finishte er am 11. September den Vilnius‐Marathon in Litauen. Weitere Infos: www.stampfer.org

Beachtlich: Auch Mag. Ronald Felder (Direktor der Salzkammergut Tourismus‐Marketing GmbH) und Roland Herzog (Kurdirektor Bad Ischl) haben sich für den Marathon angemeldet. Der Start für die klassischen 42,195 km erfolgt am 16. Oktober um 9.30 Uhr im Zentrum von Bad Ischl direkt bei der Trinkhalle.

JEDER MÖCHTE BEIM JUBILÄUM DABEI SEIN
Knapp drei Wochen vor dem Lauf sind bereits mehr als 1.600 Meldungen eingegangen. Damit liegt man weit über den Vorjahreszahlen. Das Organisationsteam rund um Franz Zimmermann rechnet insgesamt mit rund 2.800 Meldungen. Detailinfos, Fotos, Logos und Statistiken: www.wolfgangseelauf.at
ZEITPLAN 40. INTERN. LAUF „RUND UM DEN WOLFGANGSEE“
Samstag, 15. 10. 2011:
11.00–14.00 Uhr Startnummernausgabe und Nachnennung zum Wolfgangsee‐Kinderlauf in Strobl
12.00–19.00 Uhr Ausgabe der Startunterlagen (42,195 / 27 / 10 / 5,2 km) im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
14.30 Uhr Erster Bewerb des Wolfgangsee‐Kinderlaufes in Strobl (Jg. 2006 und jünger bis max. Jg. 1996)
16.00 Uhr Siegerehrung des Wolfgangsee‐Kinderlaufes im Zielgelände bzw. im Lesesaal der Gemeinde Strobl
19.30 Uhr Läufer‐Cocktail im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
Sonntag, 16. 10. 2011:
7.00–9.30 Uhr Ausgabe der Startunterlagen & Nachmeldungen (nur für 27‐km‐Bewerb) im M.‐P.‐Haus, St. Wolfgang
7.30–9.30 Uhr Ausgabe der Startunterlagen & Nachmeldungen (für 10‐km‐Bewerb) am Start in Gschwendt
7.30–9.00 Uhr Ausgabe der Startunterlagen (für Marathon, keine Nachmeldung) am Start in Bad Ischl (Trinkhalle)
8.00–10.00 Uhr Ausgabe der Startunterlagen & Nachmeldungen (für 5,2‐km‐Bewerb) am Start in Strobl
8.30 Uhr Läufer‐Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Wolfgang
9.00–14.00 Uhr Kinderbetreuung in St. Wolfgang
9.30 Uhr Salzkammergut Marathon‐Start in Bad Ischl (Trinkhalle)
10.30 Uhr 27‐km‐Start in St. Wolfgang
10‐km‐Start in Gschwendt
5,2‐km‐Start in Strobl
14.00 Uhr Siegerehrung 5,2‐km‐Panoramalauf im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
14.30 Uhr Siegerehrung Wolfgangsee‐Finish 10.000 im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
15.30 Uhr Siegerehrung 27‐km‐Lauf im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
16.30 Uhr Siegerehrung 1. Salzkammergut Marathon im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang
Infos & Anmeldung: www.wolfgangseelauf.at

 



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