2010-09-10 09:43:02
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REKORDJAGD AM WOLFGANGSEE IST ERÖFFNET

seit bereits sieben Jahren steht der Streckenrekord des Int. Laufes „Rund um den Wolfgangsee“ bei 1:26:51 Stunden. Der damals knapp 29‐jährige Kenianer Barnabas Kiprotich Kenduiywo erzielte diese Marke bei perfekten äußeren Bedingungen am 19. Oktober 2003. Drei Wolfgangsee‐Siege in den Jahren 2002–2004, vor allem aber seine Halbmarathon‐Bestzeit von 1:01:41
zeugen von seiner Klasse. Heuer schickt sich sein 23‐jähriger Landsmann Hosea Tuei an, es ihm gleichzutun. Nach zwei Wolfgangsee‐Siegen in den Jahren
2008 und 2009 (pB 1:29:14) möchte Tuei neben dem Triple‐Sieg auch den Streckenrekord Kenduiywos angreifen. Voraussetzung dafür ist neben idealen äußeren Verhältnissen auch eine perfekte Form und der unbedingte Wille, den Rekord anzugreifen. Im „Vorbeigehen“ kann der Rekord nicht fallen – dafür ist er zu gut. Die Rekordverbesserung ist mit € 150,‐ + € 10,‐ pro Sekunde
dotiert (jeweils für Damen und Herren). Die erste volle Minute brächte also € 750,‐; jede weitere Minute € 600,‐.
Kenias Männer drückten dem Wolfgangseelauf seit 1998 ihren Stempel auf: Elf Siege in zwölf Jahren sprechen eine deutliche
Sprache. In der ewigen Wolfgangseer Bestenliste befinden sich zudem neun Kenianer in den Top‐10. Nur der Brasilianer Nivaldo Filho (Marathon‐Bestzeit 2:10:42) hält sich mit 1:29:17 auf Rang 9. Der beste Österreicher ist nach wie vor auf Rang 11 Helmut Stuhlpfarrer, der 1988 bei seinem Sieg 1:29:42 Stunden erzielte. Er ist in 38 Jahren Wolfgangseelauf der einzige Österreicher,
der unter der „Schallmauer“ von 1:30:00 Stunden blieb.


20 JAHRE REKORDHALTERIN
Noch deutlich älter als der Männer‐ ist am Wolfgangsee der Frauenrekord. Vor genau 20 Jahren lieferten sich die damals 24‐ jährige Ungarin Helena Barocsi und die 21‐jährige Brasilianerin Márcia Narloch ein denkwürdiges Kop‐an‐Kopf‐Duell: Barocsi siegte am 21. Oktober 1990 in 1:40:38 Stunden mit einem Vorsprung von gerade Mal acht Sekunden auf Narloch, die auf eine
Marathon‐Bestzeit von 2:29:59 Stunden verweisen kann. Dass Barocsis Marke 20 Jahre halten sollte, war keineswegs vorherzusehen. Den beiden am nächsten kam Simona Staicu bei ihrem 2001er‐Sieg mit einem Respekt‐Rückstand von fast vier
Minuten (1:44:35). Verena Lechner belegt als beste Österreicherin in 1:46:40 Stunden (1990) Rang 7 der ewigen Wolfgangseer‐ Bestenliste.
Anders als bei den Männern sieht es auch diesmal nicht nach einem möglichen neuen Rekord aus – zu stark waren Barocsi und Narloch bei ihrem grandiosen 1990er‐Rennen. Trotzdem: Mit der Vorjahressiegerin Tatiana Vilisova/RUS (1:50:24) und einigen kenianischen Athletinnen wird das Rennen auch diesmal spannend.

PERFEKTE EINSTEIGERDISTANZEN
Weil die 27 km trotzdem für nicht wenige eine Nummer zu groß sind, bietet das Organisationsteam rund um Franz Zimmermann mit dem 10‐ und dem 5,2‐km‐Bewerb auch zwei deutlich kürzere Distanzen an. Sie geben Hobbyläufern die Gelegenheit, das besondere Flair des Wolfgangseelaufes zu erleben – ohne sich dabei „kalte Füße“ zu holen. Es sind nicht wenige, die über die „Einstiegsdroge“ 5,2 oder 10 km auf den „Geschmack“ gekommen sind und in späteren Jahren zu Finishern auf der klassischen 27‐km‐Distanz wurden.

NATUR PUR
Vor allem beim 5,2‐km‐Panoramalauf hat der „Wettkampfgedanke“ nur sekundären Charakter. Vielmehr liegt der primäre Reiz dieses Laufes in der unvergleichlichen Landschaft der Wolfgangseeregion und der „Bilderbuch‐Passage“ rund um den Bürglstein, wo die Läuferinnen und Läufer auf einem gut gesicherten Steg, zur Rechten den markanten Felsen des Bürglsteines, zur Linken die Weite des Wolfgangsees, zwei Meter über dem grünblauen Wolfgangsee laufen. Ein Highlight des Wolfgangseelaufes ist zudem der stimmungsvolle Zieleinlauf im Ortszentrum von St. Wolfgang, wo Hans Wieser (langjähriger GF der Wolfgangsee
Tourismus Gesellschaft und redegewandter Moderator) und unzählige Zuseher den Teilnehmern das sprichwörtliche „Gänsehautfeeling“ bescheren.

 

85‐JÄHRIGER REKORDMANN MATTHIAS STROBL
Ein Rekordmann der „besonderen Art“ ist der mittlerweile 85‐jährige Matthias Strobl. Er gab sein Wolfgangseelauf‐Debüt schon am 13. 10. 1974 – also vor 36 Jahren. Der damals 49‐jährige belegte im „Riesenfeld“ von 64 Startern in 2:08:56,5 Rang 45. Es kam damals sogar zu einem „Duell“ mit Organisator Franz Zimmermann. Am Ende platzierte sich Zimmermann in 2:07:36,2 Stunden (Rang 44) direkt vor Matthias Strobl (2:08:56,5 Stunden).
30 Mal lief Matthias Strobl die 27‐km‐Strecke, viermal die 10 km (im letzten Jahr in 1:16:18 Stunden). Für ihn ist es deshalb heuer der bereits 35. Start! Keiner war öfter am Start als der ehemalige Briefträger aus Innerschwand am Mondsee. Strobl: „I bin heuer wieder dabei – der Wolfgangseelauf is jo mei Lieblingslauf.“ Rund 1.000 Pokale hat der am 29. Juli 1925 geborene
Lauf‐Evergreen zuhause – die meisten davon aus Platzgründen gut verstaut.

PUBLIKUMS‐SERVICE
Der 39. Wolfgangseelauf wird auch für Zuseher ein echter Leckerbissen – bekommt man doch vom Hochleistungssport bis hin zum Breitensport zwischen 10.30 Uhr (Start) und 14.30 Uhr (Finish der letzten Teilnehmer) ein grandioses Sportevent geboten – und das in einer herrlichen Region.
Die Zuseher können bei einer Publikumsfahrt mit dem Schiff (Abfahrt Schafbergstation in St. Wolfgang um 10.45 Uhr) zur 17‐km‐Marke in Gschwendt fahren, dort die Läufer anfeuern und dann um 11.30 oder 12.00 Uhr wieder retour nach St. Wolfgang fahren.

WOLFGANGSEELAUF‐FACTS 2010
39. Int. Lauf Rund um den Wolfgangsee

ZEITPLAN:
Donnerstag, 14. 10. 2010:
13.30–21.30 Uhr 13. Wolfgangsee‐Laufseminar im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang incl. Outdoor‐Einheiten

Freitag, 15. 10. 2010:
9.00–19.30 Uhr 13. Wolfgangsee‐Laufseminar im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang incl. Outdoor‐Einheiten

Samstag, 16. 10. 2010:
9.00–12.10 Uhr 13. Wolfgangsee‐Laufseminar im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang incl. Outdoor‐Einheiten
14.30 Uhr Erster Bewerb des 2. Wolfgangsee‐Kinderlaufes in Strobl
19.30 Uhr Läufer‐Cocktail im Michael‐Pacher‐Haus in St. Wolfgang

Sonntag, 17. 10. 2010:
10.30 Uhr 27‐km‐Start in St. Wolfgang
10‐km‐Start in Gschwendt
5,2‐km‐Start in Strobl

Anmeldung, Detailinfos, Fotos, Logos & Statistiken: www.wolfgangseelauf.at

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