2010-02-13 23:48:13
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Fotofinish und Traumbedingungen beim 38. Int. Tiroler Koasalauf Bei wahrem Kaiserwetter konnten sich die Zuschauer über spannende Wettkämpfe in der klassischen Disziplin über 25 km und 50 km freuen. Die Sportler zeigten sich begeistert von der Strecke und der Organisation.

Der heutige Tag stand beim Koasalauf ganz im Zeichen der klassischen Disziplin über 25 km und 50 km sowie dem Special Koasa und den immer beliebteren Super-Mini und Mini- Koasa. Punkt 9.30 Uhr fiel der gemeinsame Startschuss für die rund 550 Teilnehmer der 25 km und 50 km Distanz. Bereits von Beginn an konnte sich einen Gruppe von 8 Läufern absetzen, die das Tempo klar vorgaben. Im Feld der 25 km Läufer rissen etwa 8 km vor dem Ziel 3 Läufer aus der Gruppe aus. Bis kurz vor dem Ziel war nicht eindeutig, wer aus dieser Gruppe gewinnen wird. Letztendlich setzten sich der Finne Varis Kari und der Kössener Arnold Egger jedoch gegen den Ramsauer Merlin Liederer durch. Im Fotofinish entscheidet der Finne um 30 hundertstel Sekunden das Rennen knapp für sich. Der Bürgermeister von Rovaniemi (FIN), Heikki Autto, hatte offensichtlich den richtigen Tipp. Er hatte gestern anlässlich der 20-Jahr-Feier des Partnerschaftsbestehens zwischen Rovaniemi und St. Johann i.T. gescherzt, dass zu solch einem besonderen Anlass heute ein Finne gewinnen sollte.

 

Nicht minder spannend ging das Rennen über 50 km zu Ende. Bis kurz vor die Ziellinie schenkten sich die Brüder Martin und Stefan Sutter (Fischer Racing Team AUT) nichts und lieferten sich einen erbitterten Dreikampf mit Manuel Schnurrer (GER). Dieser konnte letztendlich das Rennen mit einem knappen Vorsprung von 4 Sekunden für sich entscheiden. Martin und Stefan Sutter passierten innerhalb nur 1 Sekunde das Ziel als 2. und 3. Bei den Damen gab es im 25 km Bewerb einen dreifachen Sieg für Deutschland. Alexandra Svoboda (Ruhpolding) gewann mit einem souveränen Lauf vor Carmen Schindler (Bodenmais) und Sandra Weber (Ruhpolding). Über die 50 km Distanz dominierte von Beginn an die Vorjahreszweite Renate Forstner aus Rosenheim. Sie musste sich im letzten Jahr nur knapp der heurigen Olympiateilnehmerin Katarina Smutna (AUT) geschlagen geben. Kurz vor dem Ziel konnte Martina Köhler (Skadi Loppet Team GER) noch Boden gut machen und kam als Zweitplazierte bis auf 20 Sekunden an die strahlende Siegerin heran. Welch hohes Tempo die beiden gingen, zeigt sich schon allein daran, dass die Drittplazierte Tatinana Larinova mit mehr als 5 Minuten Rückstand ins Ziel kam.

 

Aufzeigen konnten auch die Teilnehmer des Special Koasa für Athleten mit Behinderung. Die Sehbehinderte Anni Haider dominierte das Rennen klar und kann für die heurige Saison eine blütenweiße Bilanz präsentieren: 7 Starts und 7 Siege hat die Oberösterreicherin vorzuweisen. Der olympische Gedanke gilt vor allem beim Super-Mini Koasa. Mit 2 Jahren und 10 Monaten war die kleine Lena die jüngste Starterin auf dem 800 Meter langen Kurs und unglaublich stolz als sie die Ziellinie passierte und von den vielen Zuschauern bejubelt wurde. „Es ist schön zu sehen, dass wir uns um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen brauchen. Wir hatten heuer mehr als 500 Kinder beim Super-Mini und Mini-Koasa am Start – so viele wie noch nie.“ resümiert OK-Präsident Sigi Joast. Nicht nur mit den jüngsten Koasaläufern freut sich Sigi Joast, sondern auch mit den Veteranen, die alle 38 Koasaläufe bestritten. Franz Puckl darf sich Koasalauf Veteran nennen, denn er hat heute auch seinen 38. „Koasa“ erfolgreich bestritten. Stolz präsentierte er seine Medaille und sparte auch mit Lob gegenüber den Organisatoren nicht: „Es war von allen 38 Läufen sicher einer meiner schönsten. Die neue Streckenführung ist sehr gut gelungen und auch die Loipenqualität ist hervorragend.“ schilderte er dem OK-Präsidenten seine Eindrücke.