2009-10-19 14:40:17
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LAUFFEST AM WOLFGANGSEE

zum zweiten Mal nach 2008 holte sich der 22‐jährige Topfavorit Hosea Tuei/KEN (Comnet Team Lörrach) in 1:30:47 Stunden den Sieg beim 27 km langen „Int. Lauf rund um den Wolfgangsee“. Bei den Frauen setzte sich erstmals die 30‐jährige Tatiana Vilisova/RUS (Coment Team Lörrach) in 1:50:24 Stunden durch.
Bei kühlen Außentemperaturen von rund +5 °C (leichter Nieselregen setzte erst nach rund 1:40 Stunden ein) lancierte der tschechische Berglaufmeister 09 Jan Havlicek gleich zu Beginn bei der von vielen mit großem Respekt versehenen Passage über den Falkenstein (250 m Höhendifferenz) den ersten Angriff. Bei km 6 im Tal angekommen, lag Havlicek mit einem relativ deutlichen Vorsprung von 25 Sekunden vor seinen (großteils afrikanischen) Verfolgern. Diese schlossen die Lücke aber schnell und hatten bis St. Gilgen (km 10) aufgeschlossen. Kurz darauf setzten sich Hosea Tuei und der 28‐jährige Faustin Starehe-Mussa/TAN deutlich vom Feld ab. In Strobl (km 21) noch zusammen, gelang Tuei am Schlussabschnitt hinein nach St. Wolfgang der entscheidenden Angriff. In 1:30:47 gewann er am Ende sicher und souverän vor Starehe‐Mussa (1:31:10) und dem überraschend stark laufenden Polen Jakub Burghardt (JM Demolex Bardejor) in 1:33:12 Stunden. Für Ivan Babaryka/UKR (Sieger des Moskau Marathon 07 und 08) blieb nach einem starken Finish auf den letzten zehn Kilometern in 1:33:24 Stunden „nur“ Rang 4. Schnellster Deutscher wurde der ehemalige Top‐Triathlet Stefan Holzner (zweifacher Sieger des Ironman Germany bzw. Neuseeland, pB 8:08) auf Rang 10 in 1:39:56 Stunden. Bei den Frauen hatte Tatiana Vilisova/RUS (Gattin von Ivan Babaryka) die Konkurrenz vom Start weg im Griff. Schon am Falkenstein und St. Gilgen sicher in Front, baute sie am Ende (1:50:24) den Vorsprung auf fast drei Minuten aus. Die 36‐jährige Tschechin Petra Kaminkova (AK USK Praha) belegte so wie 2007 Rang 2 in 1:53:12 Stunden. Die erst 21‐jährige Kenianerin Veronica Cheboi (Comnet Team Lörrach) finishte nach einer für sie zähen zweiten Streckenhälfte auf Rang 3 in 1:58:35 Stunden.

 

ÖSTERREICHS ASSE & LOCAL HEROES

Die schnellsten Österreicher holten sich zugleich auch die Siege in der Salzkammergut‐Wertung. Franz Ellmauer (Die Supersportler) war mit dem Ziel angetreten, im Idealfall eine Zeit von unter 1:35:00 Stunden zu laufen. Nach einem offensiven Start über den Falkenstein, musste der 35‐jährige aber kurzfristig „vom Gas“, um sich für den Rest der Strecke (21 km) die nötigen Körner aufzuheben. Ellmauer: „Ich bin über den Falkenstein schnell angelaufen, habe aber mehrere Kilometer gebraucht, um mich von diesem Tempo zu erholen.“ Trotzdem: In 1:37:08 Stunden belegte der Halbmarathon‐Vizestaatsmeister 2008 als bester Österreicher und überlegener Sieger der Salzkammergut‐Wertung den 7. Gesamtrang. Zweiter der Salzkammergutwertung wurde Gerhard Wörndl (Red Bull Odlo) in 1:40:14 vor dem erst 19‐jährigen Talent Markus Lemp (LC Sicking) in sehr beachtlichen 1:41:13 Stunden. Noch weiter vorne platzierte sich die beste Österreicherin: Die 42‐jährige Anita Quehenberger (LC Sicking 1) finishte als Siegerin der Salzkammergut‐Wertung in 2:00:30 Stunden auf dem 5. Gesamtrang. Andrea Zirknitzer (LCAV doubrava) in 2:13:34 und Christine Schuller (DSG Union Raiba Pfandl) in 2:16:39 belegten die Ränge 2 und 3 der Salzkammergut‐Wertung.

 

TEAM‐MARATHON & MANNSCHAFTSWERTUNG

Die Mannschaftswertung (3 x 27 km) ging bei den Männern in 4:42:53 Stunden an das Comnet Team Lörrach (Hosea Tuei, Ivan Babaryka, Henry Tororei). AK USK Praha (Petra Kaminkova, Jan Havlicek, Jiri Zak) gewannen in 5:08:16 die Mixedwertung. Bei den Frauen setzte sich erwartungsgemäß das Comnet Team Lörrach (Tatiana Vilisova, Veronica Cheboi, Emmily Biwott) in 5:49:15 Stunden durch. Den erstmals durchgeführten Team‐Marathon (27 + 10 + 5,2 km) gewann bei den Männern Red Bull Odlo (Gerhard Wörndl, Norbert Fleckner, Gerhard Fleckner) in 2:40:27 Stunden. Bei den Mixed‐Teams waren „Die Supersportler“ mit Franz Ellmauer, Laura Roitmayer und Tina Zierler in 2:46:03 Stunden erfolgreich. Den ersten Damentitel sicherte sich das Trio „LCAV doubrava1“ mit Andrea Zirknitzer, Ulla Korenjak und Nina Heidinger in 3:15:05 Stunden.

50.000 TEILNEHMERIN

Als 50.000 Teilnehmerin in 38 Jahren Wolfgangseelauf‐Geschichte konnte die 57‐jährige Helga Sonnleitner aus St. Agatha/OÖ geehrt werden. Sie erhielt einen Gutschein für ein Wochenende für zwei Personen am Wolfgangsee. Die vor kurzem
pensionierte, 57‐jährige ehem. Krankenschwester: „Das freut mich riesig. Ich bin nach 2004 zum zweiten Mal hier am Start. Nach zwei bereits absolvierten Marathons werde ich voraussichtlich beim Vienna City Marathon 2010 an den Start gehen.“

WOLFGANGSEE‐FINISH 10.000

Mit 717 Meldungen konnte beim 10‐km‐Uferlauf (Wolfgangsee Finish 10.000) zwischen Abersee und St. Wolfgang ein neuer Melderekord verzeichnet werden. Thomas Bosnjak (Trainingszentrum BJAK Team 1) in 34:06 und Andrea Oberbichler (Union Lienz) in 40:17 holten sich die Tagessiege dieses immer beliebter werdenden Bewerbes.

84‐JÄHRIGER REKORDMANN

Besonderen Applaus erhielt der 84‐jährige Matthias Strobl (Union Innerschwand). Er war nach 30 Starts über 27 km heute zum vierten Mal über 10 km im Einsatz. Er bewältigte die 10‐km‐Strecke in 1:16:18 Stunden. Damit war er in 38 Jahren
Wolfgangseelauf 34 Mal am Start. Sein Debüt feierte Strobl vor genau 35 Jahren am 13. 10. 1974 – damals belegte er im „Riesenfeld“ von 64 Startern in 2:08:56,5 Stunden Rang 45 – exakt einen Rang hinter Organisator Franz Zimmermann. Wolfgangseelauf‐Geschichte schrieb auch der mittlerweile 60‐jährige Orthopäde Dr. Anton Gorbunov mit seinen zwei Wolfgangseelauf‐Siegen 1978 und 1979 (jeweils in Streckenrekordzeit von 1:32:10 und 1:31:33). Exakt 30 Jahre nach seinem letzten Antreten war er heute wieder dabei. Gorbunov: „Ich bin ja mit 150.000 Trainingskilometern in 30 Jahren gut vorbereitet“. Das Ziel erreichte er diesmal leider nicht. Der deutsche Marathonmeister (1974) zählt nach wie vor zu den leistungsstarken Mastersläufern und bestreitet 20–30 Wettkämpfe im Jahr.


PANORAMALAUF

Ebenfalls eingeschlagen hat der 5,2 km lange Panoramalauf zwischen Strobl und St. Wolfgang. Dieser wurde heuer vom „reinen“ Frauenlauf zum, wie es Organisator Franz Zimmermann formulierte, „Unisex‐Lauf“. Der Erfolg gibt dieser Maßnahme recht. Mit 314 Meldungen und 233 Startern hat sich das Feld seit 2008 fast verdreifacht. Damit steht nunmehr für jede Leistungsstufe und jede Alterskategorie die passende Distanz am Programm des Wolfgangseelaufes.
Die 28‐jährige Bernadette Schuster (Union Rohrbach/Berg, Dritte der Crosslauf‐Staatsmeisterschaften 2009) sorgte beim Panoramalauf für einen sportlichen Paukenschlag. Sie verbesserte den Streckenrekord von Victoria Schenk (20:29 / 2008) gleich um 56 Sekunden auf 19:33 Minuten. Bei den Männern setzte sich der 42‐jährige Leopold Wölflingseder (LC Sicking) in 17:50 Minuten durch.


BILANZ 09

Auch wenn der Wettergott in der letzten Woche nicht so recht mitspielen wollte, konnte mit insgesamt 2.661 Meldungen das drittbeste Nennergebnis in der Geschichte des Wolfgangseelaufes verzeichnet werden. Nur 2005 und 2006 lag man (bei bestem Herbstwetter) mit 2.832 bzw. 3.069 Meldungen etwas darüber. Auch der samstägige 1. Kinderlauf in Strobl war mit 135 Meldungen und 118 Startern ein sehr schöner Erfolg (mit einigem Potenzial nach ben).

KONTAKT
Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft mbH, Postfach 20, A‐5360 St. Wolfgang
Tel.: +43 (0) 6138 / 80 03, Fax: +43 (0) 6138 / 80 03 81
HP: www.wolfgangseelauf.at E‐Mail: info@wolfgangsee.at

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