2009-09-20 18:49:37
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Wachaumarathon 2009

rund 7.000 Läuferinnen und Läufer sorgten beim 12. Int. WACHAUmarathon für ein Lauffest der Sonderklasse. Mit dem Viertelmarathon (10,5 km), Halbmarathon und Marathon stand für alle Aktiven die persönlich optimale Distanz am Programm. Auch der Wettergott spielte mit: Temperaturen von 15–22 °C ermöglichten bei trockenen äußeren Bedingungen vor allem am Viertel‐ und Halbmarathon so manche persönliche Bestzeit (am Marathon wurde es im
weiteren Tagesverlauf etwas zu warm). Landesrätin Dr. Petra Bohuslav schickte mit ihrem Startsignal eine Tausendschaft von Läuferinnen und Läufern auf die Reise quer durch die landschaftlich einzigartige WACHAU.

Aus österreichischer Sicht stand natürlich der Halbmarathon im Mittelpunkt des Interesses – traf doch dabei Andrea Mayr, die Siegerin des Vienna City Marathon 09 und Bronzemedaillengewinnerin der Berglauf‐EM 09 auf die deutsche Weltklasseläuferin Sabrina Mockenhaupt. Bis drei Kilometer vor dem Ziel war noch alles offen, dann setzte sich Mockenhaupt (17. des WM‐Marathons von Berlin 2009) in 1:12:49 mit einem Vorsprung von 17 Sekunden auf Mayr durch. Mockenhaupt: „Andrea war sehr lang dran – ich musste mehr kämpfen, als ich dachte.“ Mockenhaupt
wird in zwei Wochen den Koln‐Marathon laufen. Für die 29‐jährige Mayr, die heuer in 1:12:14 Stunden schon österreichischen Halbmarathon‐Rekord lief, waren die
1:13:06 die drittbeste Zeit ihrer Karriere. Trotzdem war sie nicht ganz zufrieden. Mayr: „Die äußeren Bedingungen waren sehr gut, es war aber heute einfach nicht mein Tag. Schon bei km 4 spürte ich, dass es nicht so richtig läuft.“ In Anbetracht ihrer längeren Verletzungspause nach dem Vienna City Marathon waren die 1:13:06 aber aller Ehren wert.

Die 29‐jährige Weißrussin Sviatlana Kouhan finishte nach einer guten und soliden Leistung bei ihrem
Halbmarathondebüt in 1:15:57 Stunden auf Rang 3.

BLACK POWER

Im Manner‐Halbmarathon setzten sich wie erwartet die ostafrikanischen Laufasse durch. Der knapp 29‐jährige Simon Kasmili siegte am Ende in 1:05:03 Stunden vor dem 27‐jährigen Äthiopier Belay‐Mamo Abadoyo (1:05:11) und Hillay Mutai/KEN (1:05:33). Für den „weißen Farbtupfer“ im Vorderfeld sorgte der 33‐jährige Moldawier Iaroslav Musinschi, der sich als Gesamtvierter in 1:05:42 Stunden gut behaupten konnte. Ein möglicher Streckenrekord (1:02:58) wurde schon auf dem ersten Streckendrittel mit Kilometer‐Zeiten von 3:15 Min. verabsäumt. Die Temposteigerung in der Mitte bzw. am Ende des Rennens kam zu spät. Der 45‐jährige Christian Bründlinger (LC Saalfelden) belegte als bester Österreicher in 1:12:47 Rang 9 vor dem schnellsten Niederösterreicher Wolfgang Wallner (LAG NÖ Mitte) in 1:13:06 und dem als „Hasen“ für Andrea Mayr fungierenden Michael Schmid (LCAV doubrava) in 1:13:11 Stunden.

STARKES EVENT
Der Halbmarathon war auch diesmal die mit Abstand „stärkste Distanz“. Rund 4.000 Meldungen sind ein deutliches Zeugnis für die Beliebtheit dieses WACHAUER Klassikers.

AUSDAUER PUR
Der WACHAUmarathon‐Sieger 2008 ist auch WACHAUmarathon‐Sieger 2009: Der 40‐jährige Top‐Langdistanz‐ Triathlet Alexander Frühwirth siegte auf der klassischen 42,195 km langen Distanz in 2:44:16 Stunden überlegen vor dem 37‐jährigen Martin Reisinger (Waldviertler Tri Team) in 2:47:55 Stunden und dem 34‐jährigen Liechtensteiner Domenik Wanger (2:50:52). Frühwirth: „Ich freue mich sehr, nach 2008 ein zweites Mal den WACHAUmarathon gewonnen zu haben. Leicht war es nicht. Ich war in den letzten Tagen nicht ganz fit. Schon ab km 7 habe ich gekämpft – und von da ist es ja bekanntlich noch weit bis ins Ziel.“ Für Frühwirth war es erst der vierte „Solomarathon“ seiner Karriere. Daneben kann der „Waldviertler Ironman“ aus Kirchberg/Wild aber auf gezählte 44 Ironmans (incl. 44 Marathons) verweisen.
So wie bei den Männern blieb auch der Marathon‐Sieg bei den Frauen fest in niederösterreichischer Hand. Die 41‐ jährige Ingrid Eichberger (HSV Marathon Wr. Neustadt) holte sich nach 2004 und 2005 ihren bereits dritten Sieg beim Int. WACHAUmarathon. Diesmal blieb sie in 2:59:34 Stunden als Einzige unter der 3‐Stunden‐Schallmauer. Nur ganze sechs Läufer waren schneller als die Wr. Neustädter Lehrerin. Auf den Rängen 2 und 3 platzierten sich Maria Hayden (Bezirksblätter) in 3:18:19 und Dr. Sonja Wintner (Oberweiden) in 3:24:59 Stunden.


 

ÜBERLEGENE VIERTELMARATHON‐SIEGER
Sowohl Lukas Kummerer (Sportland Niederösterreich) in 35:03 Minuten als auch Notburga Brandstetter (Lets Run Fair) in 43:14 Minuten setzten sich im 10,5 km langen Viertelmarathon überlegen durch. Mit rund 1.200 Teilnehmern fand diese Distanz einmal mehr eine sehr gute Resonanz bei den heimischen Hobby‐ und Volksläufern.

WASSER‐ & WEIN‐TROPHY
Die Kombinationswertung zwischen „Kärnten Läuft“ (23. 8. 09) und dem „Int. WACHAUhalbmarathon“ (ein Marathon in zwei Hälften) entschied der 23‐jährige Kenianer Stanley‐Kipkosgei Salil in 2:10:47 Stunden überlegen für sich. Der ehemalige Marathon‐Staatsmeister Christian Kremslehner (LCC Wien) in 2:27:59 und Guido Ottitsch (LC Vitus St. Veit/Glan) in 2:50:29 belegten die Ränge 2 und 3. Bei den Frauen siegte Michaela Zwerger (LV Villach) in 2:58:40 vor Astrid Gschwandtner (Wien) in 3:20:03 und Romana Hrazdera‐Fries (LT Windpassing) in 3:27:52 Stunden.

JUST MARRIED
Einen besonderen Applaus gab es im Ziel für das Jungehepaar Koci. Astrid und Günther Koci hatten vor genau acht Tagen am 12. 9. 09 in Weissenkirchen geheiratet. Astrid war heute im Brautkleid zusammen mit ihrem Gatten Günther (T‐Shirt‐Aufdruck: „Game over“) im Nordic Walking‐Bewerb über 21,1 km im Einsatz.

PARTYSTIMMUNG
Die Elite ist die eine Seite des Int. WACHAUmarathon – die zahlenmäßig ungleich größere und auch optischbeeindruckendere Ebene ist aber jene der Hobbyläufer. Erst sie machten durch ihre zahlreiche Teilnahme den WACHAUmarathon 2009 zu einer 42 km langen Runningmeile inmitten des Sportlandes Niederösterreich. So war das Laufevent für die meisten nicht mit der Ziellinie zu Ende – im Kremser Stadtpark wurde an einem perfekten Herbsttag noch Stunden nach dem Zieldurchlauf gefeiert.

WISSENSCHENSCHAFT – SPORT – TOURISMUS
Interessante Aufschlüsse wird auch eine Studie geben, die Univ.‐Prof. Dr. Mag. Roland Bässler zusammen mit seinem Team im Zuge des Int. WACHAUmarathon 09 durchführte. In zahlreichen Befragungen bei Teilnehmern, Sponsoren und Journalisten ging er verschiedensten (touristischen) Aspekten auf den Grund. Die Studien‐Ergebnisse werden wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung des Int. WACHAUmarathon bzw. der Positionierung des Sportlandes Niederösterreich darstellen.



 

BILANZ DES ORGANISATORS
Auch Organisator Michael Buchleitner konnte am Ende zusammen mit seinem Team eine sehr erfreuliche Bilanz ziehen. Buchleitner: „Das Feedback der Läuferinnen und Läufer ist sehr gut. Es war in Summe eine sehr runde Sache. Es freut mich, dass wir die Verbesserungspotenziale des letzen Jahres umgesetzt haben und wir so den Teilnehmern ein Laufevent bieten konnten, an das sie sich gerne zurückerinnern. Mein Dank geht gleichermaßen an Teilnehmer, Team‐Mitarbeiter, Sponsoren, Ämter und Behörden – alle haben ihren Teil zum Gelingen des Gesamten beigetragen.“ Wir bedanken uns für die Publikation der Infos in Ihrem Medium und freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch beim 13. Int. WACHAUmarathon am 18./19. 9. 2010. Im Zuge des nächstjährigen Events finden übrigens die Halbmarathon‐Staatsmeisterschaften 2010 statt.