2009-08-03 09:38:17
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Kremser Triathlon als Hitzeschlacht!

Fast 35 Grad im Schatten und ein hochkarätig besetztes Starterfeld waren beim 16. Internationalen Hornbach-Krems-Triathlon die Komponenten, um mehrere hundert Zuschauer anzulocken und damit den Ruf des Triathlons als sportliche Hauptveranstaltung im Kremser Sommer zu unterstreichen.


 

Spannender Kampf mit überraschendem Ausgang

So standen neben den Lokalmatadoren Alex Frühwirth vom RSC Langenlois, und Christoph Kullnig vom Veranstalterverein TRV Radstudio Krems mit Norbert Langbrandtner (3 Team Saalfelden) und Norbert Domnik (Klagenfurt) zwei weitere Vertreter der österreichischen Triathlon-Elite am Start. Bei den Damen wurden Vorjahressiegerin Renate Forstner aus Bayern und die Hainfelder „Ironlady“ Michaela Rudolf für den Gesamtsieg favorisiert.
Nach den 1,5 Kilometern Schwimmen zeichnete sich bereits ein spannender Kampf ab: Kullnig, Frühwirth, Langbrandtner und Domnik stiegen innerhalb einer Minute aus dem Wasser, um die 40 Kilometer lange Radstrecke ins Kremstal in Angriff zu nehmen. Bei dieser Etappe machte Niko Wihlidal von der Ersten Triathlonschule - beim Schwimmen noch 19. - Boden gut: Mit einer Minute Rückstand auf Langbrandtner mischte er beim 10-Kilometer-Lauf nun im Kampf um die Spitzenplätze mit, Domnik fiel zurück.
Beim Wechsel in die Laufschuhe erfuhren die Führenden jedoch eine kleine Überraschung: Vincent Rieß vom Triathlon Team Wolfsberg, der mit der zweiten Startwelle ins Rennen gegangen war, war nach Abzug seiner fünf Minuten Rückstand (aufgrund des späteren Starts) auf Podestkurs. Frühwirth hörte diese Meldung jedoch nicht, das sollte sich später noch rächen.
Langbrandtner sicherte sich schließlich mit Laufbestzeit souverän seinen Sieg, Wihlidal wurde mit 46 Sekunden Rückstand Zweiter. Hinter den beiden spielte sich jedoch ein Drama ab: Frühwirth, der nichts von Rieß wusste, wähnte sich als sicherer Dritter und lief nicht mit vollem Einsatz. Erst als er die Ziellinie überquert hatte, hörte er, dass der Wolfsberger Chancen hatte, ihm den dritten Platz noch wegzunehmen. Als Rieß dann mit weniger als fünf Minuten Rückstand ins Ziel kam, war klar, dass er Frühwirth von seinem sicher geglaubten Stockerlplatz verdrängt hatte. Als Fünfter klassierte sich Albuin Schwarz, vor Kullnig und Ex-Olympioniken Norbert Domnik.

Vorjahressiegerin Forster triumphiert erneut

Bei den Damen wiederholte Vorjahressiegerin Renate Forster (TSV 1860 Rosenheim) ihren Triumph. Ihren Vorsprung von fast vier Minuten, den sie als Gesamtvierte beim Schwimmen herausgearbeitet hatte, brachte sie souverän vor Michaela Rudolf und Eva Wutti aus St. Andrä ins Ziel.
Neben den großartigen sportlichen Leistungen kann sich TRV-Radstudio-Obmann Fred Wöber über ein weiteres Rekordergebnis freuen: 309 Einzelstarter bedeuten neuen Teilnehmerrekord beim Krems-Triathlon.

Mehr Infos: www.kremstriathlon.at