2015-01-06 19:27:18
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Das war der Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach 2014

Dieser Int. Raiffeisen Silvesterlauf in Peuerbach wird den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben, denn es war das mit Abstand spannendste Rennen seit langem. Kenia oder Deutschland, das war die eher ungewöhnliche Frage, die sich in der zweiten Hälfte des Rennens stellte. Der fantastisch laufende Richard Ringer aus Deutschland (LC Friedrichshafen) und der ebenso schnell laufende Geheimfavorit Victor Chumo aus Kenia sorgten mit einem packenden Zielsprint dafür, dass die Menge die Luft anhielt. Seite an Seite flog das Duo an den Zuschauern vorbei in Richtung Ziel - und genau so über die Ziellinie. Unentschieden lautete daher die Antwort, Ringer und Chumo feierten in 19:04 Minuten einen Ex-Aequo-Sieg, Dritter wurde Vorjahressieger Cornelius Kangogo.

Ringer, Chumo, Vorjahressieger Kangogo (KEN) Rungaru (KEN), Habtemicael (ETH) und auch der Tscheche Kocourek waren von Beginn an in einer mehrköpfigen Spitzengruppe unterwegs, in der bis zur Hälfte auch die Österreicher Andreas Vojta und Valentin Pfeil mithielten. Nach vielen Jahren war somit wieder ein europäischer Sieg in Reichweite. Hinter dem Spitzentrio landete Yonas Habtemicael aus Eritrea auf Rang 4, der Tscheche Milan Kocourek wurde als zweitbester Europäer Fünfter. Aus österreichischer Sicht überraschte Christian Steinhammer mit Rang 7 als bester heimischer Athlet, hinter ihm Valentin Pfeil (8.), Andreas Vojta wurde 10.

 

Das war der Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach 2014
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Dieser Int. Raiffeisen Silvesterlauf in Peuerbach wird den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben, denn es war das mit Abstand spannendste Rennen seit langem. Kenia oder Deutschland, das war die eher ungewöhnliche Frage, die sich in der zweiten Hälfte des Rennens stellte. Der fantastisch laufende Richard Ringer aus Deutschland (LC Friedrichshafen) und der ebenso schnell laufende Geheimfavorit Victor Chumo aus Kenia sorgten mit einem packenden Zielsprint dafür, dass die Menge die Luft anhielt. Seite an Seite flog das Duo an den Zuschauern vorbei in Richtung Ziel - und genau so über die Ziellinie. Unentschieden lautete daher die Antwort, Ringer und Chumo feierten in 19:04 Minuten einen Ex-Aequo-Sieg, Dritter wurde Vorjahressieger Cornelius Kangogo.

Ringer, Chumo, Vorjahressieger Kangogo (KEN) Rungaru (KEN), Habtemicael (ETH) und auch der Tscheche Kocourek waren von Beginn an in einer mehrköpfigen Spitzengruppe unterwegs, in der bis zur Hälfte auch die Österreicher Andreas Vojta und Valentin Pfeil mithielten. Nach vielen Jahren war somit wieder ein europäischer Sieg in Reichweite. Hinter dem Spitzentrio landete Yonas Habtemicael aus Eritrea auf Rang 4, der Tscheche Milan Kocourek wurde als zweitbester Europäer Fünfter. Aus österreichischer Sicht überraschte Christian Steinhammer mit Rang 7 als bester heimischer Athlet, hinter ihm Valentin Pfeil (8.), Andreas Vojta wurde 10.

Frauen: schnellstes Rennen aller Zeiten
Im Elitelauf der Frauen, der heuer erstmals wieder als eigenes Rennen ausgetragen wurde, hofften alle auf einen neuen Streckenrekord, nachdem die Zeit von 15:55,71 Minuten der Serbin Sonja Stolic schon seit dem Jahr 2000 als Rekordzeit geführt wird. Und die tausenden Zuschauer wurden nicht enttäuscht - sie sahen das schnellste Frauenrennen in der 34-jährigen Silvesterlauf-Geschichte, denn das starke Trio aus Kenia zeigte sich von Minusgraden und leichtem Schneefall in Peuerbach völlig unbeeindruckt: Sheila Chepngetich aus Kenia pulverisierte den bestehenden Rekord auf der 5,1-Kilometer-Strecke und gewann in 15:43 Minuten überlegen vor der diesjährigen Favoritin, die keine Geringere als die Weltjahresbeste im 10-Kilometer-Straßenlauf ist, Betsy Saina. Sogar Saina, die nach der ersten von sechs Runden noch in Führung lag, blieb in 15:48 Minuten noch acht Sekunden unter der bisherigen Laufbestzeit. Auch Rang drei ging mit Perine Negampi an Kenia. Für Amela Terzic, die Siegerin der Jahre 2012 und 2013, ging sich angesichts dieser afrikanischen Dominanz heuer nur Rang 4 aus, obwohl sie heuer zwei Sekunden schneller als im Vorjahr war . Ein tolles Rennen zeigten auch die Österreicherinnen. Die mehrfache Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr lief nach 16:43 Minuten unter frenetischem Jubel des Publikums als 5. und damit beste rot-weiß-rote Athletin durchs Ziel. Gleich hinter ihr wurde Jennifer Wenth 6., Anita Baierl belegte Rang 8. Die populären Hahner-Zwillinge aus Deutschland, Anna und Lisa, belegten die Ränge 9 und 10.

 

Das Länderduell zwischen Österreich und Deutschland, an dem die Frauen und Männer im Lauf der Asse mitgewirkt haben, entschied heuer Österreich mit 44 Punkten (Deutschland 60 Punkte) für sich. Damit ist der Ausgleich wieder geschafft, denn der Nationenpokal wanderte bislang gleichmäßig zwischen Deutschland (2011 und 2013) und Österreich (2012 und 2014) hin und her. Gewertet wurden dabei die jeweils schnellsten drei Läuferinnen und Läufer der beiden Nationen, deren Platzierungen in Punkte verwandelt wurden.

Günther Weidlinger, der siebenfache Silvesterlaufsieger, war nach seinem Karriereende heuer erstmals nicht auf der Laufstrecke unterwegs. Ich genieße es, diesen Lauf einmal in Ruhe mitverfolgen zu können, sagte Weidlinger, und auf der Bühne bin ich trotzdem. Weidlinger fungierte im Lauf der Asse als Fachkommentator und gab dem Publikum interessante Einblicke aus Läufersicht. Von den Veranstaltern bekam der ehemalige Spitzenathlet für seine langjährige Treue und großen Erfolge bei dem Lauf einen goldenen Silvesterläufer überreicht. Die nächste Generation Weidlinger feierte aber bereits Silvesterlaufpremiere: Günthers Sohn Patrice-Leon (4 Jahre) war im Kinderlauf mit dabei.

Veranstaltung mit Herz:
Insgesamt liefen in Peuerbach heute knapp 700 Läuferinnen und Läufer ins neue Jahr. Im Ziel empfangen wurde sie nicht nur von wärmenden Getränken und kleinen Stärkungen, sondern auch von einem bunt verzierten Lebkuchenherz mit der Aufschrift Prosit 2015.

Ältester Teilnehmer der Veranstaltung war der 84-jährige Rudolf Oppel aus Marchtrenk, der die 6,8-Kilometer-Strecke in 47:42,60 Minuten bewältigte und damit die Klasse M80 gewann. Auch Oberösterreichs Landessportdirektor Gerhard Rumetshofer war auf dem Laufenden.

Der erste Startschuss des Tages erfolgte bei tiefwinterlichen Verhältnissen: Starker Schneefall begleitete die Jüngsten bei ihrem Auftritt auf der Silvesterlaufstrecke. Dennoch waren mehr als 300 Nachwuchsläuferinnen und Nachwuchsläufer in Peuerbach mit dabei. Der anhaltende Schneefall forderte das Streckenteam, das immer wieder mit dem Kehrwagen ausrückte und so für eine schnee- und eisfreie Strecke sorgte. Es weht kein Wind und die Temperatur von minus 2 Grad ist in Ordnung, also sehr gutes Wetter, brachte es Ex-Läufer Weidlinger auf den Punkt.

Auch der Stimmung im Publikum tat die Witterung keinen Abbruch, die Menge war wie immer begeistert von dem Laufspektakel am letzten Tag des Jahres. Für Unterhaltung sorgte Frenkie Schinkels im (singenden) Duett mit Marlena Martinelli, Garde-Girls und Trommlergruppen. Zudem bot das neue Silvesterlauf-TV, zu sehen auf zwei großen Videowalls im Start-Ziel-Bereich, neue Einblicke in das Geschehen des Lauftages und das Rundherum der Veranstaltung. Viel Stimmung brachte auch die nach US-Vorbild installierte Kiss Cam, die Paare aus dem Publikum groß ins Bild brachte und zum Küsschen aufforderte.