2014-10-19 22:43:22
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4.087 SIEGERLÄCHELN BEIM 43. INT. WOLFGANGSEELAUF
TEILNEHMERREKORD BEI PRACHTWETTER IM SALZKAMMERGUT

Melde- und Teilnehmerrekord sowie neue Siegergesichter schrieben das emotionale Drehbuch des 43. Int. Wolfgangseelauf – Salzkammergut Marathon. Die beiden Kenianischen Athleten Robert Kirui und Priscah Bartenge siegten über den 27-km Klassiker rund um den Wolfgangsee und verwiesen die Seriensieger der Vorjahre jeweils auf Platz zwei. Beim Salzkammergut Marathon holten sich die beiden Österreicher Andreas Pfandlbauer und Veronika Limberger die Tagessiege. Mit 4.087 Anmeldungen wurde erstmals in der Geschichte des Wolfgangseelauf die 4.000 Melde-Marke überschritten und so herrschte auch beim Veranstalterteam Jubelstimmung an diesem spätsommerlichen Oktobersonntag.

Bei traumhafter Spätherbststimmung ging heute der 43. Internationale Wolfgangseelauf über die Bühne. über 4.000 Aktiven aus 37 Nationen strahlten mit der Sonne um die Wette. Mit besonderer Spannung wurde der Klassiker über 27 Kilometer erwartet. Mit Hosea Tuei (KEN) und Chelangat Sang (KEN) reisten die beiden Vorjahressieger nach St. Wolfgang, um ihren Titel zu verteidigen.

Kenianische Siege über die Klassik Distanz
Im Herrenrennen lief der 22jährige Kenianer Robert Kirui vom Start weg ein hohes Tempo und setzte sich bereits am Weg zum Falkenstein alleine an die Spitze. Diese Führung gab er bis ins Ziel nicht mehr ab und holte sich in einer Zeit von 1:30:10 überlegen den Tagessieg. „Es ist eine wunderschöne, aber sehr schwierige Strecke. Von Beginn an habe ich versucht das Tempo hoch zu halten. Ich wollte unbedingt gewinnen,“ so der strahlende Sieger. In einem Zielsprint um die Ehrenplätze sicherte sich der Wolfgangseelauf-Seriensieger der Vorjahre, Hosea Tuei, in 1:33:08 den zweiten Platz. Das Siegerpodest komplettierte Edwin Kipchumba (KEN) in 1:33:11 auf Rang drei.

Bis kurz vor dem Ziel lief der frischgebackene Österreichische Halbmarathonmeister, Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr), in der zweiten Spitzengruppe mit und querte als großartiger Sechster in 1:33:47 die Ziellinie in St. Wolfgang. Gerade einmal 36 Sekunden fehlten ihm auf einen Podestplatz. „Ich ging mit großen Respekt in dieses Rennen und trotzdem war ich sehr überrascht, wie steil der Falkenstein ist. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich habe das Rennen sehr genossen,“ so der Oberösterreicher.

 

Bei den Damen blieb es bis kurz auf dem Zieleinlauf in St. Wolfgang spannend. Auf den ersten Kilometern führte überraschend die Slowakin Katarina Lourantova. Sie wurde bei Kilometer 10 von der Vorjahressiegern Chelangat Sang eingeholt, die bis kurz vor dem Ziel die Führung inne behielt. Doch das stärkste Finish hatte an diesem Tag ihre Landfrau Priscah Bartenge. Sie überlief auf dem letzten Kilometer Sang und holte sich mit einer Zeit von 1:47:36 den Tagessieg. Platz drei sicherte sich Mary Wanjohi, ebenfalls aus Kenia, in 1:50:16. Wie schon 2013 kam Monika Winkler als beste Österreicherin ins Ziel. Mit 2:05:07 belegte sie den sechsten Platz.

Damenrekord beim Salzkammergut Marathon um 20 Minuten unterboten
Veronika Limberger (RC Runningcoach) war als Favoritin zum Salzkammergut Marathon angetreten und wurde dieser Rolle mehr als gerecht. Vom Start in Bad Ischl weg führte sie das Damenfeld an, eine Führung, die sie bis ins Ziel nicht mehr abgab. Mit ihrer Siegerzeit von 3:13:50 unterbot sie gleich um 20 Minuten den alten Streckenrekord. Als Zweitplatzierte kam die in einem Hochzeitskleid laufende US-Amerikanerin Abby Knight in 3:24:54 ins Ziel.

Seinen Hattrick voll machte der Lokalmatador Andreas Pfandlbauer. Er gewann - nach 2012 und 2013 - zum dritten Mal den Salzkammergut Marathon. „Wie jedes Jahr haben mich die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke ins Ziel getragen. Es war ein hartes Rennen, aber ich habe es wie immer genossen. Dass es wieder für einen Sieg gereicht hat, freut mich wirklich sehr. Denn im Vorfeld hatte ich mit Verletzungen zu kämpfen.“

 

Als erste Österreicherin 100 Marathons gelaufen
Dr. Susanne Schöberl (Team vegan.at) trug sich mit ihrem Zieleinlauf beim diesjährigen Salzkammergut Marathon 2014 ins Österreichische Rekordbuch ein: Die knapp 47-jährige Allgemeinmedizinerin (*26. 10. 1967) aus St. Pölten finishte ihren 100. Marathon! Sie ist damit die erste „dreistellige“ österreichische Marathonläuferin. 1999 begann sie ihre Rekordreise. Alleine 2013 finishte Schöberl 26 Marathons!

Mit fast 90 Jahren zum 37. Mal beim Wolfgangseelauf
Vor genau 40 Jahren startete der Innerschwander Matthias Strobl (*25. 7. 1925) zum ersten Mal beim 27-km-Klassiker. Beim diesjährigen Int. Wolfgangseelauf absolvierte er erfolgreich den 5-km Uferlauf von Strobl nach St. Wolfgang mit einer Zeit von 1:09:10 und durfte über seine 37. Finisher Medaille jubeln. Damit kam er - wie schon damals - alsÄltester des Feldes ins Ziel. Keiner war häufiger dabei und noch nie nahm ein Sportler in einem solch hohen Alter am Wolfgangseelauf teil. Der ehemalige Briefträger ist damit ein Rekordhalter der besonderen Art und wurde im Rahmen der anschließenden Siegerehrung für seine außergewöhnliche Leistung geehrt. Organisator Franz Sperrer: „Wir danken Hias für seine besondere Treue zum Wolfgangseelauf und wünschen ihm alles Gute! Seit 1974 gleich 37 Mal am Start zu sein, ist eine unglaubliche Leistung.“

Rekordbilanz
Das strahlende Herbstwetter lockte 2014 so viele Teilnehmer wie noch nie an den Wolfgangsee. 4.087 Athleten aus 37 Nationen ermöglichten ein Anmeldeplus von 12%. Den stärksten Teilnehmerzuwachs verzeichnete der Salzkammergut Marathon mit einem Plus von 30%, gefolgt vom 5km Uferlauf von Strobl nach St. Wolfgang , bei dem 27% mehr Läufer am Start waren. „Das Team der LG Wolfgangsee ist sehr glücklich über dieses beeindruckende Ergebnis und wir freuen uns, dass wir diese große Läuferschar gut ins Ziel geleiten konnten,“ so der OK-Leiter Franz Sperrer.

Ausblick 2015
Der 44. Int. Wolfgangseelauf – Salzkammergut Marathon findet wieder am 18. Oktober 2015.


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